Das Bad ist der Raum, in dem die Frage nach dem Holz am häufigsten kommt. Deshalb gleich die Antwort: Ein KUUDU aus geölter Eiche funktioniert im Bad, wenn das Bad gelüftet wird und das Regal nicht dort hängt, wo täglich Wasser hinspritzt. Beides lässt sich vorher prüfen. Was die Materialien dabei tun und was nicht, steht im Folgenden, mit den Zahlen dazu.
Was die Luft im Bad mit Holz macht
Holz stellt sich auf die Luft ein, die es umgibt. Bei 20 Grad und 50 Prozent Luftfeuchte pendelt sich Eiche bei 9 Prozent Holzfeuchte ein, bei 70 Prozent bei 13, bei 80 Prozent bei 16, bei 90 Prozent bei 21. Die Verbraucherzentrale nennt für Wohnräume 40 bis 60 Prozent und warnt, dass ab 70 bis 80 Prozent direkt vor einer Wand Schimmel wächst. Nach dem Duschen liegt ein Bad kurz darüber, das ist normal; die Frage ist, wie lange. Verbraucherzentrale und Umweltbundesamt sagen dasselbe: sofort nach dem Duschen die Fenster weit öffnen, fünf bis zehn Minuten, im Winter reichen drei bis fünf. Ein Bad, in dem die Feuchte danach wieder auf Wohnraumniveau fällt, ist für Holz ein Raum wie jeder andere. Ein innenliegendes Bad ohne Fenster und ohne Lüftung, in dem sie stehen bleibt, ist es nicht, und dort gehört auch kein Regal aus Holz hin.
Das Furnier eines KUUDU-Bretts atmet mit diesem Klima, aber es verzieht sich nicht: Der Kern des Bretts ist pulverbeschichtetes Aluminium, das keine Feuchte aufnimmt. Was sich bei feuchter Luft ändert, ist die Oberfläche. Geöltes Holz wird nach vielen feuchten Zyklen stumpfer und will früher nachgeölt werden als im Wohnzimmer. Die Seite zum Badregal sagt alle ein bis zwei Jahre; wer täglich lang duscht und knapp lüftet, liegt am unteren Ende.
Warum das Aluminium keine Frage ist
Rost braucht Eisen. Stangen, Kappen und der Brettkern eines KUUDU sind Aluminium, und Aluminium schützt sich selbst: Es überzieht sich mit dem Sauerstoff der Luft oder mit Wasserdampf mit einer Oxidschicht, die weiteren Angriff verhindert. Der Branchenverband Aluminium Deutschland schreibt, dass der Werkstoff im Bauwesen deshalb ohne Korrosionsschutz eingesetzt werden kann. Diese natürliche Schicht ist allerdings porig und wird mit den Jahren grau; eine beschichtete Oberfläche ist beständiger und bleibt in ihrer Farbe. Genau das leistet die Pulverbeschichtung an den KUUDU-Teilen. Ein Kratzer bis aufs Metall legt Aluminium frei, das matt anläuft, und sonst nichts. Das Metall ist im Bad nicht die Frage.
Drei Regeln, die den Unterschied machen
Erstens: Außerhalb der Spritzzone. Ein Regal neben dem Waschbecken oder gegenüber der Dusche bekommt feuchte Luft ab, das hält es aus. Ein Regal in der Dusche oder direkt neben der Wanne bekommt jeden Tag Wasser ab, und stehendes Wasser ist das Einzige, was geölte Eiche nicht verzeiht. Die Grenze ist einfach zu finden: Wo nach dem Duschen Tropfen auf dem Boden liegen, hängt kein Holz.
Zweitens: Nichts Nasses aufs Brett. Das nasse Handtuch gehört an den Haken, nicht gefaltet auf die Ebene; die tropfende Shampooflasche auf ein Tablett oder einen Untersetzer. Und drittens, weniger offensichtlich: Parfum, Nagellackentferner und Rasierwasser sind Lösemittel. Auf einem geölten Brett hinterlassen sie einen Fleck, weil sie das Öl lösen, genau wie Essig und Sprühreiniger beim Putzen. Dafür ist die Ablage in der Box oder auf einem Tablett da. Was sonst zur Pflege gehört, steht im Pflege-Artikel; im Bad gilt davon alles, nur öfter.

