Das String System prägt seit siebzig Jahren die wandhängende Regalwelt: zwei schmale Drahtseitenteile, dazwischen eingehakte Boards und Schränke. Bewusst leicht — visuell fast wie eine Zeichnung an der Wand. KUUDU startet von einem anderen Briefing: massive Eiche (FSC europäisch) auf einem 75-cm-Sektionsraster; das Regal liest sich als ruhiges, präsentes Möbelstück statt als grafisches Element.
Das hier gezeigte wandhängende KUUDU besteht aus drei Sektionen, vier Levels — eine breitere, niedrigere Silhouette, als String sie nahelegt. Jede Sektion kann ein anderes Level-Muster tragen, und im Shift-Modus lassen sich die Levels versetzt anordnen, für ein rhythmischeres Wandbild. Beide Systeme sind modular; KUUDU betont die Materialpräsenz statt der visuellen Leichtigkeit.
String ist richtig, wenn das Regal in der Wandkomposition verschwinden soll. KUUDU ist richtig, wenn das Regal die Wandkomposition sein soll — wenn es den Raum verankert, statt sich zurückzunehmen. Beide sind demontier- und erweiterbar. Wer zwischen beiden wählt, entscheidet im Wesentlichen: Metall-und-Draht oder Eiche?



